Leseprobe: Schritt für Schritt zur eigenen Kraft

Auszug aus Bernadette Schwienbachers zweitem Buch „Heilkräuter für die Seele“

Schritt für Schritt zur eigenen Kraft

Die Goldrute bringt Ausdauer und Aufrichtigkeit. Ihre goldenen Blütenstängel verzweigen sich dicht und üppig – wie unsere Gedanken, die uns stärken können, wenn wir sie gut pflegen. Die Pflanze hilft uns, in die Klarheit zu finden und das Gold in uns selbst neu zu entdecken. Sie regt uns an, destruktive Gedanken zu stoppen und die Verletzungen, die uns das negative oder gar aggressive Denken der Vergangenheit gebracht hat, zu heilen.
Mit ihrer Hilfe erkennen wir, dass es vieler kleiner Schritte bedarf, um zum Ziel zu gelangen – so wie eine Bergwanderung, die zum Gipfel führt, aus vielen kleinen Schritten besteht. Jeder dieser Schritte kann kraftvoll sein und wir können aufrecht und stabil gehen. Doch es braucht immer nur einen Schritt zu einer Zeit. Das zu wissen, kann es uns leichter machen, überhaupt mit einem Vorhaben zu beginnen und den ersten Schritt zu machen. Der Tee hebt uns auf diesem Weg regelrecht empor, selbst bei depressiven Verstimmungen. Wir fühlen uns wieder wohl in uns selbst.
Die Pflanze lässt sich ihre Kraft nicht nehmen. Das können wir so deuten: Das Gold in uns Menschen ist die Liebe, genauer gesagt: unsere Fähigkeit, Liebe zu empfinden, zu verströmen und zu empfangen. Und Liebe kann man nicht zerstören. Sie lässt sich von Ängsten verdecken, sodass wir sie nicht mehr wahrnehmen – aber sie geht nie verloren. Die Goldrute löst die Ängste in uns auf und legt die Liebe wieder frei. Sie heilt das Herz und stabilisiert uns von innen her.

Weich wiegt sich die Goldrute im Wind und zeigt uns dabei an, wie wichtig Flexibilität und Gelenkigkeit sind. Sie nimmt die Starre von uns und bringt Licht in den Bereich des Solarplexus, wo Gefühle und auch Ängste sitzen. All das steht in Zusammenhang mit den Nieren, für die sie eines der wesentlichen Heilkräuter ist. Die Nieren sind wichtige Entgiftungsorgane, und wenn uns etwas »an die Nieren« geht, sind Ängste im Spiel. Es sind letztlich Gifte, die sich mit der Zeit im Körper absetzen. Bei Nierensteinen (und auch Gallensteinen) wird die Goldrute erfolgreich eingesetzt. Die Nieren bekommen wieder Kraft und können alle Giftstoffe ausscheiden. Die Verdauung von stofflicher und emotional-geistiger Nahrung kommt in Fluss.
Noch einmal der Zusammenhang: Ängste greifen als Erstes das Nervensystem an. Gespeichert werden sie dann aber in der Niere, und wenn sie die Entgiftung nicht mehr schafft, leiden Blut und Knochensystem. Viele haben die ersten Probleme auch tatsächlich im Bewegungsapparat oder im Herzkreislauf.
Es gibt einfache Übungen, um die Niere wieder zu aktivieren, die Beweglichkeit zu stärken, die Ausleitung zu unterstützen und die Ängste zu lösen. Solche Übungen benötigen nicht viel Zeit, Sie können sie immer mal zwischendurch machen. Zwei, drei Minuten sollten Sie sich jeweils dafür nehmen, denn es ist sinnvoll, dabei zur Ruhe zu kommen.“