Beschreibung der Zimmer im Seminarhaus Villa Hartungen

Alle Schlafzimmer der Villa Hartungen sind unterschiedlich groß und mit unterschiedlicher Bettenzahl (Einbett/ Doppelbett oder Mehrbett) ausgestattet. Sie verfügen alle über Schrank, Tisch und Stuhl sowie eine Ablage (Nachttisch) am Bett. Die Zimmer sind vollends holzgetäfelt, großteils aus Zirm.
Die Zimmer Nr. 1 bis 7 befinden sich im ersten Stock der Villa Hartungen die Zimmer Nr. 8 bis 14 im zweiten Stock.
In Parterre befindet sich ein großer gemeinsamer Speisesaal/ Aufenthaltsraum und die große Küche mit Holzherd/Ofen. Im 1. Stock lädt eine Zirm getäfelte Stube mit Südbalkon zum Verweilen ein. Der Seminarraum befindet sich auf dem Dachboden. Ein großer Garten zur Südseite sowie ein Parkplatz (Nordostseite) sind ebenfalls vorhanden.
Die Villa Hartungen hat eine eigene Quelle, die das Haus mit Wasser versorgt, und Eigenstrom.

Gut zu wissen…

  • Handtücher und Bettwäsche können Sie selbst mitbringen oder gegen einen Aufpreis von € 7.- ausleihen.
  • Die Zimmer werden nur nach Abreise geputzt, Putzmaterial für eventuelle Zwischenreinigungen steht jedoch zur Verfügung.
  • Die Zimmer verfügen über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser (außer Zimmer Nr. 5, 11 und 12).
  • Pro Etage gibt es einen großen Waschraum der über 3 WC und 2 Duschen/ im Parterre 2 WC verfügt.
  • Ein offener Balkon ohne Trennwände schließt sich um alle Zimmer.

ZIMMER IN DER VILLA HARTUNGEN

Detaillierte Beschreibung

Zimmer im 1. Stock

Christian Morgenstern - Zimmer 1, Bettlänge 2 m, Nordost all. Balkon

Christian Morgenstern

Christian Morgenstern

Das Christian Morgenstern Zimmer (1. Stock) ist gegen Westen/Norden ausgerichtet und begeistert mit seinem Berg- und Talblick. Es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser. Den Balkon erreichen Sie über den Gang.
Das Zimmer ist mit zwei Einzelbetten ausgestattet, die als Doppelbett oder getrennt benutzt werden können. Die Einzelbetten sind extra lang (2 Meter).

Dieses Zimmer soll an den deutschen Dichter Christian Morgenstern erinnern. Er kam am 6. Mai 1871 in München als Sohn des Landschaftsmalers Christian Ernst Morgenstern zur Welt. Auch sein Großvater mütterlicherseits war ein Maler.

In seiner Kindheit erhielt er Privatunterricht. Bereits im Alter von zehn Jahren musste Christian Morgenstern den Tod seiner Mutter verkraften, die an einem Lungenleiden verstarb. Dieses Leiden hatte sie dem Sohn vererbt. Danach wurde der Junge eine Weile bei einem Onkel untergebracht und zeitweise ins Internat geschickt. Später studiert C.M. Volkswirtschaft und Rechte. Seine ersten literarischen Werke erschienen in dem von ihm herausgegebenen Blatt «Deutscher Geist».

1893 erkrankte Christian Morgenstern an Tuberkulose. Diese Krankheit veranlasste ihn dazu immer wieder Zeit in Kurkliniken und Sanatorien verbringen zu müssen.

Ab 1894 lebte er als freier Schriftsteller und Redakteur für diverse Zeitschriften in Berlin. Aus der Feder Christian Morgensterns stammen die „Galgenlieder“ oder „In Phantas Schoß“.

Christian Morgensterns Bezug zu Südtirol beschränkte sich nicht nur auf Kuraufenthalte, hier heiratete er 1940 auch seine Frau Margareta. 1914 zwang ihn seine Erkrankung in die Knie; er verstarb am 31. März 1914 an Tuberkulose.

Sigmund Freud - Zimmer 2, Heubett 2 m, Südwest Terrasse

Sigmund Freud

Sigmund Freud

Das Sigmund Freud Zimmer (1. Stock) verfügt über einen wunderbaren Berg- und Talblick sowie eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser. Es kann als Doppelzimmer, Drei- und Vierbettzimmer genutzt werden. In der Regel wird es mit einem Einzelbett und einem Doppelbett (alle Betten sind extra lang, 2 Meter) vergeben.
Außerdem hat es einen direkten Zugang zur Terrasse und zum Balkon mit Ausrichtung nach Süd/Westen.

Dieses Zimmer gedenkt keinem Geringeren als dem bedeutenden Nervenarzt Sigmund Freud und seinem Aufenthalt in der Villa Hartungen.

Sigmund Freud erblickte am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren (heute das Städtchen Pribor in Tschechien) das Licht der Welt. Als er vier Jahre alt war, zog seine Familie nach Wien. Er war ein ausgezeichneter Schüler und studierte nach dem Schulabschluss Medizin.

Den Namen Sigmund Freud verbindet man bis heute vor allem mit dem Begriff der Psychoanalyse. Mit der Psychoanalyse entfernte sich Freud von der allgemeinen Anschauung, dass körperliche Beschwerden stets auf physische Ursachen zurückzuführen sind. Wenn für Symptome keine Ursache gefunden werden kann, dann kann man laut Freud auf die Psychoanalyse zurückgreifen; Denn unbewusst gewordene psychische Konflikte können körperliche Beschwerden verursachen. Mit Methoden der Psychoanalyse sollen diese ans Licht gebracht werden.

Wissenswert und ein interessanter Punkt aus den Thesen Sigmund Freuds ist heute unter der Bezeichnung „Freud‘scher Versprecher“ bekannt: Versprechen wir uns, so passiert dies nicht grundlos, sondern weil sich hier unser Unterbewusstsein „zu Wort meldet“.

Zudem haben wir uns vermutlich alle schon einmal gefragt, welche Bedeutung unsere nächtlichen Träume wohl haben mögen – die ersten Ansätze der Traumdeutung dürfen wir auch auf die Kappe von Herrn Freud schreiben.

1923 wurde bei Freud Krebs diagnostiziert, diesen konnte er Zeit seines Lebens nicht mehr besiegen. 1938 musste er aus Wien fliehen, weil er Jude war. Es verschlug ihn nach London. Dort blieb er dann bis zu seinem Tod im September 1939.

Dr. Christoph Hartung von Hartungen - Zimmer 3, Strohbett 1,90 m, Südveranda

Dr. Christoph Hartung v. Hartungen

Dr. Christoph Hartung von Hartungen

Das Süd/Westlich ausgerichtete Zimmer Dr. Christoph Hartung von Hartungen (1. Stock) ist mit zwei Einzelbetten, die nicht als Doppelbett benutzt werden können, ausgestattet. Es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser (Waschbecken aus Kirschholz). Eine Besonderheit ist der angrenzende Wintergarten (mit einem Divan, Tisch und Stuhl) sowie die direkte Verbindung zum Balkon.

Wir laden Sie nun ein, ein wenig mehr über den Mann zu erfahren, dem dieses Haus seinen Namen zu verdanken hat…

Christoph Hartung von Hartungen war ein österreichischer Arzt. Er wurde am 8. Juni 1849 in Wien geboren. Beruflich trat er damit in die Fußstapfen seines Vaters, der auch schon als Arzt tätig war. Im Bereich der Medizin lag sein Fokus auf der Neurologie, er beschäftigte sich aber auch mit Naturheilkunde und Homöopathie. Er arbeitete lange freiberuflich in Wien, bis es ihn 1888 nach Riva an den Gardasee verschlug. Dort baute er das Sanatorium von Hartungen auf. Diese Heilanstalt war in vielerlei Hinsicht wie keine in Österreich je zuvor. Aufbauend auf ganzheitlichen, ökologisch medizinischen Ansätzen wurde hier unter anderem Homöopathie angewandt und auch der Psyche und dem Bewusstsein wurde Aufmerksamkeit geschenkt.

Privat war Christoph Hartung von Hartungen mit zwei Frauen verheiratet, aus beiden Ehen zusammen gingen insgesamt acht Kinder hervor. Gegen Ende seines Lebens war er in Meran auch als Kurarzt tätig. Er verstarb am 15. April 1917 in Terlan.

Die Villa Hartungen hier in St. Nikolaus können wir sozusagen als Ableger des Sanatoriums am Gardasee betrachten. Auch dieses Haus war früher ein Sanatorium und die Wahl fiel keineswegs willkürlich auf das Ultental. Hier, wo die Villa Hartungen steht, findet alles zusammen, wonach Christoph H. von Hartungen im ganzen Alpenland gesucht hat. Es ist  ein Ort des Rückzugs in den Bergen, wo seine Patienten sowohl von wohltuender Waldluft als auch von der heilenden Wirkung naheliegenden Wassers profitieren können. Dies sind die Säulen auf denen das Konzept der Villa Hartungen noch heute baut – die Villa Hartungen soll ein Ort sein, an dem die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, die hier verweilen, gefördert werden.

Damals, als die Villa Hartungen als Sanatorium diente, hielten sich hier einige berühmte Künstler und Schriftsteller eine Zeit lang auf. Dazu zählen Thomas und Heinrich Mann, Franz Kafka, Rudolf Steiner, Christian Morgenstern, Sigmund Freud und Franz von Defregger. Peter Rosegger und Cesare Lombroso gehören ebenfalls dazu. Die Zimmer der Villa Hartungen sind nach ihnen benannt um die Erinnerung an diese historischen Aufenthalte aufrecht zu erhalten.

Cesare Lombroso - Zimmer 5, Heubett 1,90 m, Südterrasse

Cesare Lombroso

Das Zimmer Nr. 5 befindet sich im 1. Stock der Villa Hartungen. Es grenzt an den Waschraum an und hat daher keine separate Waschmöglichkeit auf dem Zimmer. Der Balkon ist nach Süd/West ausgerichtet und bietet Ihnen eine schöne Bergsicht taleinwärts zum Ortler Auslaufgebiet hin.
Es kann als Doppelbettzimmer oder mit drei Einzelbetten genutzt werden.

Dies ist das Cesare-Lombroso-Zimmer. Cesare Lombroso war ein italienischer Arzt, er wurde 1835 in Verona geboren. Er studierte an der Universität Pavia Medizin und wurde später vor allem bekannt für seine polarisierenden Ansichten im Bereich der Kriminologie des 19. Jahrhunderts. Seine kriminologistischen Thesen veröffentlichte er 1876 im Werk L’Uomo delinquente. Darin stellte Lombroso die Vermutung auf, dass es jemanden im Blut läge ein Verbrecher zu werden – es also sozusagen genetisch vorherbestimmt sei. Außerdem seien Verbrecher anhand von bestimmten körperlichen Merkmalen zu erkennen – wie etwa einer bestimmten Form und Größe des Schädelknochens.

Cesare Lombroso hielt sich vor allem in den letzten Jahren vor seinem Tod des Öfteren in der Villa Hartungen auf. Hier fand er einen Ort des Rückzugs und der Erholung. Er starb am 19. Oktober 1909 in Turin.

Rudolf Steiner - Zimmer 7, Bett 2 m, Ost, allgemeiner Balkon

Rudolf Steiner

Rudolf Steiner

Das Rudolf Steiner Zimmer ist östlich mit Talblick ausgerichtet, es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser.
Der Balkon ist nur über den Gang erreichbar. Die extra großen Betten mit Heu bzw. Stroh sorgen für einen besonderen Schlafkomfort.
Im Rudolf Steiner Zimmer schlafen Sie in einem 2 Meter langen Heu-Doppelbett (1. Sock).

Dieses Zimmer ist dem Philosoph und Geistesforscher Rudolf Steiner gewidmet. Er wurde am 27. Februar 1861 in Kroatien geboren, verbrachte den Großteil seiner Kindheit aber in Wien. Diesen Mann kann man auf keinen Beruf oder Bereich festmachen, denn sein Wirken war vielschichtig. Er studierte Naturwissenschaften und Mathematik, beschäftigte sich aber auch mit Studien der Philosophie und Literatur und war sowohl als Redakteur wie auch als Privatlehrer und Vortragsredner tätig.

Als besonders wichtig bezüglich seines Schaffens sei zu erwähnen, dass Rudolf Steiner als Begründer der Anthroposophie gilt. Anthroposophie bedeutet so viel wie „Weisheit vom Menschen“ und ist eine Lehre, die Menschen dazu animieren will, eigene Forschung auf geistigem Gebiet zu unternehmen. Der Mensch soll nämlich Zugang zur geistigen, übersinnlichen Welt erhalten. Die Anthroposophie ist also eine Lehre, die mit materiellen Dingen wenig am Hut hat.

Ein weiterer Punkt, den es aus der Biografie Rudolf Steiners besonders hervorzuheben gilt, sind die Prinzipien und Grundsätze der Walddorf-Schulen. Sie basieren auf den Ideen von Rudolf Steiner und sind heute weltweit bekannt. Die erste Waldorf-Schule öffnete 1919 ihre Türen, es war eine Schule für die Kinder von Arbeitern einer Zigarettenfabrik.

Rudolf Steiner starb 1925 in Basel, doch seine Ideen tragen auch in der Gegenwart noch Früchte.

Zimmer im 2. Stock

Thomas Mann - Zimmer 8, Bett 1,90 m, Nordost, allgemeiner Balkon

Thomas Mann

Thomas Mann

Das Thomas Mann Zimmer (2. Stock) ist gegen Westen/Norden ausgerichtet und begeistert mit seinem Berg- und Talblick. Es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser. Den Balkon erreichen Sie über den Gang.
Das Zimmer ist mit zwei Einzelbetten ausgestattet, die als Doppelbett oder getrennt benutzt werden können.

Dieses Zimmer trägt den Namen von Thomas Mann. Der deutsche Schriftsteller ist vor allem für seinen Roman „Buddenbrooks“ bekannt, für den er 1929 den Literatur-Nobelpreis erhielt. Diesen soll er sogar hier in der Villa Hartungen vollendet haben.

Thomas Mann wurde am 6. Juni 1975 in Lübeck geboren. Er stammte aus guten Verhältnissen – sein Vater war ein erfolgreicher Kaufmann und Senator, seine Mutter war die Tochter eines brasilianischen Großgrundbesitzers. Seine Kindheit verlief „gehegt und glücklich“ wie er selbst einmal sagte. Sein Vater starb als Thomas Mann noch sehr jung war, nämlich 1891.

Thomas Mann war kein Freund der Schule, auch in Deutsch war er nicht auffallend gut. Doch schon mit vierzehn Jahren unterschrieb er mit „Thomas Mann. Lyrisch dramatischer Dichter“. Dies zeigt, dass er bereits früh eine literarische Laufbahn im Sinne hatte. Seine Schullaufbahn beendete er verfrüht und zog anschließend nach München. Kurze Zeit lang versuchte sich Thomas Mann in einer Bürotätigkeit, die ihn aber nicht zufrieden stellte. Schließlich veröffentlichte er erste Geschichten und Novellen, die gleich zu Beginn ein positives Echo hervorriefen. Das Erbe seines Vaters ermöglichte es ihm schlussendlich als freier Schriftsteller zu arbeiten.

Zu den bekanntesten Werken von Thomas Mann gehören der zuvor erwähnte Roman „Buddenbrooks“, die Novellensammlung „Tristan“ sowie der Bildungsroman „Zauberberg“.

Während des zweiten Weltkrieges flüchtete T. M. in die Vereinigten Staaten und kehrte erst kurz vor seinem Tod wieder nach Europa zurück. Er verstarb 1955 in der Schweiz. Bekannt ist auch sein Bruder Heinrich Mann, ebenfalls ein Schriftsteller.

Franz von Defregger - Zimmer 9, Heubett 1,95 m Südwest Terrasse

Franz von Defregger

Franz von Defregger

Das Franz von Defregger Zimmer (2. Stock) verfügt über einen wunderbaren Berg- und Talblick sowie eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser. Es kann als Doppelzimmer, Drei- und Vierbettzimmer genutzt werden. In der Regel wird es mit einem Einzelbett und einem Doppelbett (alle Betten sind extra lang, 2 Meter) vergeben.
Außerdem hat es einen direkten Zugang zur Terrasse und zum Balkon mit Ausrichtung nach Süd/Westen.

Franz von Defregger – auf diesen Herrn wollen wir in diesem Zimmer den Blick richten. Denn auch er war hier im Hause zu Gast. Franz von Defregger gilt im 19. Jahrhundert als einer der populärsten Maler im Raum Tirol bis Bayern.

Er wurde im Jahre 1835 als Sohn eines Tiroler Bauern geboren. Nachdem sein Vater gestorben war, verkauft  F. von Defregger den Hof und zieht nach Innsbruck. Dort tritt er eine Bildschnitzerlehre an. Dies zeichnete den Beginn seiner künstlerischen Laufbahn. Sein Lehrer erkannte rasch das Talent des jungen Mannes und unterstützte ihn darin  seine malerisches Talent an verschiedenen Schulen wie etwa in München und auch Paris weiterzuentwickeln.

Franz von Defregger schaffte den Sprung vom Bauernjungen zum renommierten Künstler: Für seine Werke erhielt er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. 1883 bekam er den bayerischen Kronenorden verliehen und erhielt den damit verbundenen Adelstitel. Kennzeichnend für den Stil seiner Bilder sind Vitalität und Aussagekraft – oft handelt es sich um Portraits oder Darstellungen aus dem bäuerlichen Leben.

Franz von Defregger verstarb 1921 in München.

Heinrich Mann - Zimmer 10 - Bettlänge 1,90 m Südveranda

Heinrich Mann

Heinrich Mann

Das Süd/Westlich ausgerichtete Heinrich Mann Zimmer (2. Stock) ist mit zwei Einzelbetten, die nicht als Doppelbett benutzt werden können, ausgestattet. Es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser.
Eine Besonderheit ist der angrenzende Wintergarten (mit einem Divan, Tisch und Stuhl) sowie die direkte Verbindung zum Balkon.

In diesem Zimmer wandeln wir auf den Spuren des Schriftstellers Heinrich Mann… Der Bruder von Thomas Mann (auch berühmter Schriftsteller) wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren. Er wuchs zusammen mit seinem Bruder und weiteren Geschwistern sehr behütet auf, denn der Vater war ein erfolgreicher Kaufmann und Senator und sorgte dafür, dass die Familie finanziell sehr gut dastand.

Nach seinem Schulabschluss absolvierte Heinrich Mann eine Lehre als Buchhändler, wurde bei einem Verlag tätig und studierte zeitweise. 1894 veröffentlichte er seine erste Arbeit „In einer Familie“ und läutet damit den Beginn einer langen Schriftstellertätigkeit ein. „Die Göttinnen oder Die drei Romane der Herzogin von Assy“, „Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen“, „Der Untertan“, „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ sind einige von seinen zahlreichen Werken.

Heinrich Mann war schon in jungen Jahren oft krank, er litt unter anderem an Lungenbluten und verbrachte deshalb des Öfteren Zeit in Kurkliniken und Sanatorien, wie zum Beispiel auch hier im Ultental.

Genau wie sein Bruder ging er nach Amerika um dem nationalsozialistischen Deutschland zu entkommen. Er starb 1950 in Santa Monica in Kalifornien, kurz vor seiner geplanten Rückkehr nach Deutschland.

Peter Rosegger - Zimmer 11, Bettlänge 1,90 m Südbalkon

Peter Rosegger

Das Peter-Rosegger-Zimmer Nr. 11 (2. Stock) verfügt über einen wunderbaren Berg- und Talblick sowie eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser. Es kann als Doppelzimmer, Drei- und Fünfbettzimmer genutzt werden. In der Regel wird es mit einem Doppelbett vergeben. Außerdem hat es einen direkten Zugang zum Balkon mit Ausrichtung nach Süden.

Peter Rosegger – Sein Name gehört zum schriftstellerischen Programm seiner Zeit und weil er, genau wie Sie es jetzt sind, schon Gast in der Villa Hartungen war, trägt dieses Zimmer seinen Namen. Peter Rosegger mag uns allen als Schriftsteller bekannt sein, doch sein Weg dorthin  war keineswegs schon geebnet.

Geboren wurde er im Juli 1843, als erstes von sieben Kindern einer Bergbauernfamilie in der Steiermark. Ein entlassener Lehrer gab in der Gegend Unterricht für die Kinder der Bauernfamilien, Peter Rosegger nahm nur unregelmäßig daran teil. Aber schon im Alter von 13 Jahren verfasste er einen eigenen Volkskalender mit selbst geschriebenen Texten und Illustrationen. Später wurde er Schneiderlehrling und zog mit seinem Schneidermeister von Hof zu Hof.

Das Schreiben von Gedichten und Poesien gehörte aber stets zu seinem Leben. Eines Tages sandte er einige seiner Stücke an die Grazer „Tagespost“; damit wurde seine schriftstellerische Laufbahn in Gang gesetzt. Förderer und Unterstützer ermöglichten ihm schließlich ein Dasein als hauptberuflicher Schriftsteller. Dank dieser konnte er unter anderem Reisen nach Deutschland, in die Niederlande und nach Italien unternehmen und sich ganz dem Schreiben widmen.

Peter Rosegger schuf während seines Lebens eine enorme Sammlung an literarischen Werken. Bis heute besonders bekannt ist das Werk „Waldheimat“, das später unter dem neuen Titel „Als ich noch ein Waldbauernbub war“ herausgegeben wurde. Peter Rosegger wurde drei Mal für den Literatur-Nobelpreis nominiert. Er starb am 26. Juni 1918 in seinem Landhaus in Krieglach in der Steiermark.

Holz-Waschbecken Zimmer Nr. 11

Holz-Waschbecken Zimmer Nr. 11

Franz Kafka - Zimmer 14, Strohbett 2,20 m Ost, allgemeiner Balkon

Franz Kafka

Franz Kafka

Das Franz Kafka Zimmer ist östlich mit Talblick ausgerichtet, es verfügt über eine Waschmöglichkeit mit Kalt- und Warmwasser.
Der Balkon ist nur über den Gang erreichbar. Die extra großen Betten mit Heu bzw. Stroh sorgen für einen besonderen Schlafkomfort.
Das Franz Kafka Zimmer (2. Stock) verfügt über zwei 2,20 Meter lange Strohbetten, die als Doppelbett oder als zwei Einzelbetten benutzt werden können.

Franz Kafka – ein Schriftsteller dessen Werke in die Weltliteratur eingingen und mit dem Sie die Erfahrung teilen dürfen in diesem Haus Gast zu sein. Den Ruhm, den seine Werke mit sich brachten, durfte er selbst jedoch nicht mehr erleben. Denn der Großteil seiner Werke wurde posthum (sprich nach seinem Tod) von einem Freund veröffentlicht, obwohl Franz Kafka sich strikt dagegen ausgesprochen hatte.

Geboren wurde er 1883 in Prag, wo es eine deutsche Minderheit gab. Er verdiente später sein Geld als Mitarbeiter einer Versicherungsgesellschaft. Ein Job, der ihm stets verhasst war, denn er wollte durch und durch Schriftsteller sein. Da er tagsüber arbeitete, widmete er sich seiner schriftstellerischen Tätigkeit häufig nachts.

Eines der berühmtesten Werke Kafkas ist „Die Verwandlung“ – sie handelt von der Verwandlung des Protagonisten Gregors in einen Käfer. Der Stil Kafkas ist so einzigartig, dass es dafür sogar eine eigene Bezeichnung gibt: „kafkaesk“ drückt aus, was sich auf andere Weise nicht sagen lässt, den Kafka lässt sich nicht direkt in die Stilrichtungen seiner Zeit einordnen.

1924, im Alter von 41 Jahren verstarb er an den Folgen einer langjährigen Lungenerkrankung in einem Sanatorium bei Wien.

Naturholz-Zimmer aus Zirbenholz in der Villa Hartungen

Gesund & erholsam schlafen dank der Kraft der Naturholz-Zimmer

Guter Schlaf ist äußerst wertvoll. Er lädt unsere Batterien wieder auf und hilft uns dabei, mit Schwung in den Tag zu starten. Erst wenn wir uns nachts müde im Bett herumwälzen und kein Auge zumachen, wissen wir das Geschenk guten Schlafes oft wieder zu schätzen.

In der Villa Hartungen tragen die Naturholz-Zimmer aus Zirbenholz dazu bei, dass unsere Nacht erholsam wird. Denn „Schlafen wie in alten Zeiten“ ist sehr heilsam. Die wenigsten von uns wissen, was es heißt in einem Zirbel-Holzzimmer zu schlafen und welche Wirkung dem Holz innewohnt. In den Naturholz-Zimmern dürfen wir diese Kraft erfahren.

Das naturbelassene Zirbel-Holz mit dem die Zimmer ausgekleidet sind, unterstützt unsere nächtliche Erholung auf zahlreichen Ebenen. Zuallererst sei zu erwähnen, dass das Zirbenholz eine angenehme Temperatur vermittelt und Feuchtigkeit aufnimmt. Schlafen in einem kühlen Zimmer ist für die Gesundheit sehr förderlich. Manchmal wollen wir uns vielleicht ein bisschen zu sehr verwöhnen und meinen uns etwas Gutes zu tun, indem wir die Heizung aufdrehen. Aber es ist genau andersrum: Es fördert unsere Gesundheit, wenn wir bei kühler Raumtemperatur schlafen. Zusätzlich stärkt und stabilisiert es unser Immunsystem, wovon wir im Winter sehr profitieren.

Vom Zirbenholz geht eine Wirkung aus, die uns Ruhe und ein verbessertes Wohlbefinden bescheren kann. Doch damit nicht genug! Sogar die Atmung kann sich verbessern und dadurch die Sauerstoffaufnahme.

All diese Faktoren sorgen für einen tieferen, gesünderen und erholsameren Schlaf. Wenn wir uns vor Augen führen, dass Schlaf eine circa 33,3% große Wirkung auf unsere Gesundheit hat, dann können wir erahnen, welch wunderbare Kraftoase die Naturholz-Zimmer/ Betten für uns sein können.